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Interview mit Claudia

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Weiße Vase mit lila und weißen Blumen auf Marmortablett vor hellem Hintergrund. Text:"Interview mit Claudia"

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Einfach mal einfach: Die Vermutung liegt irgendwie nahe, deshalb frage ich Dich direkt: Bist Du in einem organisierten Haushalt aufgewachsen? Oder wie hast Du Deine Liebe für Organisation und Listen entdeckt?

Claudia: Zunächst einmal herzlichen Dank für die Einladung zum Interview Heidi.
Rückblickend und mit dem Wissen, was ich heute habe, gebe ich ein klares „Nein“. Es war das organisierte Chaos, das mit übertriebenen Putzen in Schach gehalten wurde. Eine Wohnung, in der jedes Regalbrett, jede Schublade und jeder Schrank bis in den letzten Winkel mit Kram vollgestopft war. Keine freien Flächen, keine freie Wand. Glückskäufe, Angebote und Schnäppchen füllten jeden Raum. Der sichtbare und unsichtbare Kram war zum Ersticken. Deshalb wurde auch ein Großteil der Freizeit für Hausarbeit aufgewendet. Für die wichtigen Dinge im Leben war kaum Zeit. Es kam mir immer seltsam vor. Aber wenn man so aufwächst, ist es einfach Gewohnheit und ich habe es als Kind nicht hinterfragt.

Mit dieser Prägung hatte ich im Hinblick auf ein gesundes Verhältnis von Besitz, Ordnung und Sauberkeit kein positives Vorbild. Ja, ich lehnte Putzen und Ordnung eine zeitlang sogar richtig ab. Ich tat über Jahre in meinem Haushalt nur, was getan werden musste, damit es halbwegs ordentlich aussieht und ich saubere Wäsche hatte. Und die Hausordnung war sowieso zu viel. Meine Freizeit wollte ich nicht für Hausarbeit verschwenden.
Später hatten wir eine auch mal eine Putzfrau, aber ich fühlte mich nie wohl mit einer fremden Haushaltshilfe.

Als dann unser Kind zur Welt kam und wir auch noch nach ein paar Monaten ins Ausland umzogen, musste ich mir etwas einfallen lassen. Nur das tägliche Chaos zu beseitigen und zu Putzen was anfällt ging nicht mehr. Ein klare Struktur musste her. Und so entstand die Idee, unterstützende Checklisten für mich selbst zu entwickeln um alles rund um den Haushalt in den Griff zu bekommen. Die Checklisten sind also wahrlich aus meiner eigenen Not heraus entstanden. Und heute kann ich sie mir nicht mehr wegdenken.

Einfach mal einfach: Gibt es denn Hoffnung für alle, die keine natürliche Neigung zum Organisieren haben, sich jedoch mehr Struktur im Alltag wünschen? Sprich: Kann man auch als Chaot lernen, organisiert zu sein?

Claudia: Auf jeden Fall kann man lernen, seinen Haushalt zu organisieren damit es im Alltag leichter geht. Ich sehe mich selbst als gutes Beispiel dafür. Jedoch geht es nicht ganz von allein: Eine gewisse Selbstdisziplin, der Wille zur Veränderung und Dinge einfach abzuarbeiten, auch wenn es nicht so viel Spaß macht, gehören auf jeden Fall dazu.
Die Haushaltsfee Checklisten bieten dazu eine hilfreiche Unterstützung für Haushalt und Organisation. Mit Struktur und klaren Aufgaben fällt vieles im Haushalt einfach leichter so meine persönliche Erfahrung.

Einfach mal einfach: Bei Dir geht es im Moment stark ums Ausmisten. Was meinst Du, warum ist das so wichtig?

Claudia: Ja genau, Entrümpeln ist gerade grosses Thema bei mir. Nach mehreren Umzügen in den letzten Jahren wurde das Organisieren und Haushalt in Schuss halten wieder schwieriger für mich. Der Kram, den wir von einem Zuhause ins nächste schleppten, wurde immer mehr. Ans Ausmisten war mit Säugling, später Kleinkind und Arbeit nicht zu denken. Das meiste wurde einfach in Kisten gestopft.

Je mehr Krempel aber im Haushalt vorhanden ist, desto mehr Zeit und Energie nimmt auch das Putzen, Organisieren und Ordnung halten in Anspruch. Ich fühlte mich irgendwann richtig blockiert von dem unnötigen Gerümpel und mir wurde klar, dass sich etwas ändern muss.

So startete ich mit dem Entrümpeln und erkannte, dass das Ausmisten die Vorstufe für einen organisierten Haushalt ist. Mit weniger herumstehendem Zeug und mehr Platz in den Schränken, fällt die Hausarbeit viel leichter und kann in kürzerer Zeit erledigt werden. Entrümpeln ist für mich der Schlüssel für einen vereinfachten Haushalt.

Wer ein ausgemistetes Zuhause hat, hat folglich mehr Zeit für das, was ihm im Leben wirklich wichtig ist, wie Erholung, Familie, Hobby, Reisen…

Einfach mal einfach: Hast Du einen Tipp, wie man den ersten Schritt des Ausmistens hinbekommt, wenn die Aufgabe überwältigend erscheint und die Zeit schon kaum zum Putzen ausreicht?

Claudia: Das ist richtig. Wenn man sich vornimmt zu entrümpeln, kann oft schon der Gedanke daran überwältigend sein. Man weiß nicht, wo man überhaupt anfangen soll. Entrümpeln ist ein Prozess und es klappt leider nicht von heute auf morgen. Was wir über Jahre angesammelt haben, können wir nicht in ein paar Tagen aus dem Haus schaffen.

Ein einfacher Einstieg ist für 15 bis 30  Minuten mit einer großen Mülltüte durch das Zuhause zu gehen und die Dinge wegzuwerfen, die sinnlos herumliegen, nicht mehr gebraucht werden oder nicht mehr gefallen. Dabei zunächst mal nicht auf Mülltrennung achten, das Zeugs muss einfach nur weg. Schon mit diesem kleinen Schritt dürfte ein Unterschied erkennbar sein.

Eine andere Möglichkeit ist, sich eine kleine Einheit vorzunehmen, die komplett abgeschlossen werden kann. Das Innere des Autos auszumisten ist dafür hervorragend geeignet. Oder die Kramschublade, die am überquellen ist.

Einfach mal einfach: Sich von Dingen zu trennen, fällt manchmal schwer. Da ist die Sorge, den Rauswurf schon bald zu bereuen, oder die Vertrautheit mit Dingen, die zwar nicht mehr schön oder nützlich sind, aber irgendwie schon lange da waren. Wie findet man den Weg aus diesem Dilemma?

Das Dilemma des Loslassens kenne ich sehr gut. Je nach Bereich sind auch Gefühle mit dem jeweiligen Stück verbunden und es ist schwer sich zu trennen. Manchmal braucht es tatsächlich mehrere Anläufe, um bestimmte Sachen auszumisten. Einfacher ist es bei „rationalen“ Sachen wie z. b. Dingen aus der Küche.

Um den Loslassprozess zu vereinfachen, sollte man sich ganz konkrete Fragen zu den Teilen stellen, wie: Benutze oder Trage ich das Teil noch? Habe ich Freude daran? Fühlt es sich gut an, es zu behalten?

Auf jeden Fall sollte man sich von Dingen trennen, die einem nicht gut tun oder mit denen man schlechte Gefühle verbindet.

Bei Dingen, die man ein Jahr lang nicht mehr genutzt oder getragen hat, wird man es auch künftig nicht mehr tun. Falls man sie im Nachhinein doch noch einmal bräuchte, gibt es bestimmt die Möglichkeit sich etwas auszuleihen.

Wer Unterstützung beim Entrümpeln seines Haushalts benötigt, dem empfehle ich meinen Kurs „In 10 Wochen zum ausgemisteten Haushalt.“ Dort erhält jeder Teilnehmer neben Motivation und Zielfindung auch täglich eine konkrete Aufgabe und eine Checkliste zum Abhaken. Wer Lust hat, kann auch in der geschlossenen Facebook Gruppe Fragen und Erfolge posten und sich mit den anderen Teilnehmern austauschen. Der Einstieg ist jederzeit möglich.

Einfach mal einfach: Einmal ausgemistet – immer ausgemistet. Welche Tipps hast Du für den Alltag, damit sich die neugefundene, mühsam erarbeitete Übersicht nicht binnen weniger Wochen wieder in Luft auflöst?

Claudia: Ja, das kann leider oft ganz schnell gehen. Die freie Arbeitsplatte in der Küche liegt wieder voll, das kramfreie Kinderzimmer sieht nach der nächsten Bastelaktion genauso schlimm aus wie zuvor. Ebenso der Kleiderschrank, wenn man sein Einkaufsverhalten nicht verändert.

Ich sehe das Ausmisten als den Anfang der Reise zu einem vereinfachten, geordneten Haushalt. Mit dem Entrümpeln allein ist es noch nicht getan. Wer eine klare Vision von seinem Zuhause hat, kann durch Änderung von Gewohnheiten und Einführung von Routinen ein dauerhaft kramfreies Zuhause erreichen.
Meine Top-3-Tipps dazu sind: 1) Alles im Haushalt braucht einen festen Platz, wo es immer auffindbar ist. 2) Wenn du etwas Neues ins Haus bringst, dann schaffe mindestens ein ähnliches Teil im Gegenzug nach draußen (z. B. neue Pumps, gebe ein paar Alte weg). 3) Führe tägliche Routinen ein, um zu vermeiden, dass sich Kram wieder ansammelt (z. B. Arbeitsplatte in der Küche nach Benutzung frei machen).
Dazu braucht es anfänglich etwas Anstrengung und Disziplin, aber es zahlt sich künftig aus.

Einfach mal einfach: Du hast superviele hilfreiche Listen entwickelt. Bei all den vielen Listen benötigt man doch fast schon eine Liste für die Listen 😉 – Was ist Dein Nummer 1 Tipp, um den Überblick darüber zu behalten, was gerade anliegt?

Claudia: Mit den Checklisten von Haushaltsfee wird der gesamte Haushalt abgedeckt. Die meisten Kunden suchen sich aus den Listen ein Schwerpunktthema aus, bei dem sie sich besser strukturieren möchten. Daraus entwickeln sie ihre eigenen Routinen für den Alltag und nehmen sich dann die nächste Checkliste vor. So ergibt sich im Laufe der Zeit eine immer bessere Organisation des gesamten Haushalts.
Ich selbst empfehle zum Einstieg das Paket „Putzen*“. So kann man sich einen kompletten Überblick verschaffen, welche Aufgaben überhaupt im Haushalt anliegen und wie oft man sie erledigen möchte.

Einfach mal einfach:Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast, liebe Claudia!

Schwarz-weiß Nahaufnahme von Claudia in der Natur

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Falls Du jetzt schon hochmotiviert bist und liebend gern jemanden dafür bezahlst, Dich beim gezielten Ausmisten an die Hand zu nehmen, dann wandere doch direkt durch zu ihrem Online-Kurs „Ausmisten leicht gemacht“.

Manchmal braucht man einfach die Gewissheit, dass die kleinen Schritte Teil eines großen Plans sind und wirklich zum Ziel führen.

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*Ich arbeite als Werbepartner mit Haushaltsfee.org zusammen.

Bildquelle: Haushaltfee.org,

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