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Superfrühe Planung für Weihnachten

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Mit der richtigen Planung lässt sich Weihnachtsstress vermeiden und der Advent entspannt genießen. Hier findest Du heraus, wie Du mit superfrüher Planung auch als Nicht-Planer dem Stress entgehst. 

Superfrühe Planung für Weihnachten - Bild 1

Der erste und für uns tatsächlich durchschlagendste Schritt auf dem Weg zur Vereinfachung der Adventszeit ist eine Planung, die so superfrüh ausgelegt ist, dass etwas Verzug nicht direkt zum Scheitern führt.

Ich hatte bereits erwähnt, dass ich schon seit einigen Jahren versuche, früher mit den Vorbereitungen zu beginnen, damit die Adventszeit etwas entstresst wird. Das hat jedoch nie wirklich funktioniert, denn ich bin zu unkonkret an die Sache herangegangen. Vielleicht habe ich Ende Oktober schon mal überlegt, wer denn welche Geschenke bekommen könnte oder was sich als Dankeschön für unsere Unterstützer eignen würde. Allerdings habe ich mich dann auf meiner Idee zu lange ausgeruht oder außer Acht gelassen, wie lange es dann noch dauert, um alles tatsächlich rechtzeitig bereit zum Versenden zu haben.

Superfrühe Planung für Weihnachten - Bild 2

Nicht selten waren zum Beispiel, wenn ich dann endlich richtig in die Gänge kam, alle Deko-Artikel und Weihnachtspapier-Angebote bei den Discountern schon längst durch und das daraus folgende Suchen beanspruchte zusätzliche Zeit. In der Postfiliale war am 22.12. Schlangestehen angesagt und die Fotobücher waren zwar vor Weihnachten bestellt, würden aber erst nach Weihnachten geliefert.

Der Weg aus diesem Schlamassel? Ich empfehle Dir zwei Schritte, die dafür sorgen, dass Dein nächstes Weihnachtsfest entspannter abläuft, doch dafür musst Du noch dieses Jahr anfangen. Keine Angst, es wird keine große Extralast darstellen. Auch wenn Du schon gut geplant hast und alles fluppt, könnte Schritt 1 hilfreich zur Optimierung oder Statussicherung für die nächsten Jahre sein.  Um am Ausgang der diesjährigen Weihnachtsstressfrage noch etwas in die positive Richtung zu verschieben, gibt es am Ende des Artikels einige Last-Minute-Maßnahmen.

Weihnachten vorbereiten – Schritt 1

Während der Adventszeit hältst Du Dir einen Notizblock oder einen simplen Zettel in Reichweite, der beispielsweise am Kühlschrank hängen könnte. Irgendwo, wo er immer mal wieder bemerkt wird. Freunde des digitalen Arbeitens können sich in ihrer Lieblingsapp eine Liste anlegen. Wer einen festen Planer mit sich führt, der hält sich da eine Seite frei.

Dort notierst Du Dir von nun an alles, was Dir im Laufe des Advents auffällt, weil es nicht so richtig rund läuft, Stress verursacht oder früher geplant werden müsste. Was immer es für Dich am leichtesten macht ist richtig, denn die Liste soll nicht durch Komliziertheit von der Verwendung abschrecken. Zur Veranschaulichung gebe ich Dir einige Beispiele – manche davon werden in den weiteren Artikeln dieser Serie aufgegriffen:

  • Extra Weihnachtsdeko: 2 Lichterketten, ein Kranz für die Haustür
  • Plätzchen backen: mehr/weniger/früher/andere
  • Weihnachtsgeschenke früher kaufen
  • Geschenke früher einpacken
  • Kalender früher bestellen
  • Essen zu Heiligabend war zu arbeitsintensiv/spät fertig/nicht der Hit/…

Auf einem zweiten Blatt Papier notierst Du Dir alles, was zum ersten Mal gut lief oder zur neuen Tradition werden soll. Zum Beispiel:

  • Braten im Slow Cooker zu haben hat den Heiligabend komplett entstresst
  • Kinder mit den Großeltern aufwendige Plätzchen backen zu lassen war völlig ausreichend
  • Jeden Abend eine ganz kurze Adventsgeschichte zu lesen hat Ruhe UND Weihnachtsfreude aufkommen lassen

Beide Listen führst Du so lange, bis es Zeit ist die Weihnachtssachen wieder wegzupacken. Danach geht es zum nächsten Schritt.

Planung für Weihnachten – Schritt 2

Die positive Liste packst Du nun in eine der Boxen, die beim kommenden Adventsschmücken wahrscheinlich als erstes ausgepackt werden, und zwar ganz oben für schnelles Wiederfinden. Diese Liste hilft der Erinnerung auf die Sprünge, wenn man im nächsten Advent plötzlich nicht mehr so sicher ist, ob man Gans, Ente oder Kaninchen so großartig auf dem Tisch hatte.

Kurz nachdem die Sterne, Kugeln und Lichterketten wieder auf den Dachboden gewandert sind, nimmst Du Dir eine halbe Stunde und zückst den Kalender des neuen Jahres. Mit einer Kerze, duftenden Tasse Tee oder Kaffee und vielleicht einem übrig gebliebenen Plätzchen machst Du es Dir gemütlich und lässt anhand Deiner Liste mit Verbesserungsvorschlägen die gerade vergangene Weihnachtszeit noch einmal Revue passieren. (Wer Schritt 1 verpasst hat, kommt so auch noch auf die wesentlichsten Punkte!)

Jetzt überlegst Du Dir zu jedem Punkt auf Deiner Liste, bis wann Du den optimalerweise für ein stressfreies Weihnachtsfest erledigt haben möchtest. Schreib Dir diesen Punkt noch 2-4 Wochen früher in den Kalender als To-Do für die Woche. Dann teilst Du diesen Aspekt in seine Einzelschritte auf und notierst Dir diese mit etwa ein bis zwei Wochen Abstand ebenfalls im Kalender. Du arbeitest Dich also vom Ziel aus auf  den Termin für den Startschuss vor. Hier ein Beispiel aus unserer diesjährigen Planung:

  • Woche vor dem ersten Advent, ab 21.11.: Plätzchen backen
  • Ab 14.11.: Backzutaten einkaufen
  • Ab 7.11.: Liste erstellen, welche Plätzchen gebacken werden sollen

Auf diese Weise gehst Du jeden Aspekt durch. Bei längerfristiger Planung wie Geschenke genügt ein zwei-vier Wochenabstand für die Einzelschritte. Bei kleineren Sachen wir den Backzeitplan sind ein-zwei Wochenabstände sinnvoll. Einiges kann man dann auch in der Ausführung zusammenfassen (Plätzchenzutaten, Weihnachtsdeko, Geschenkpapier besorgen), so dass es nicht so überwältigend ist, wie es vielleicht klingen mag.

Superfrühe Planung für Weihnachten ohne Stress

Das Geheimnis in diesem Vorgehen liegt nicht darin, dass jeder Punkt minutiös am exakten Tag oder in einer bestimmten Woche abgehakt wird. Das würde auch wieder nur Stress verursachen (zumindest für viele von uns). Wichtig ist wirklich, großzügig zu planen. Sobald dann eine Sache nicht rechtzeitig erledigt wurde, fällt nicht das komplette System in sich zusammen, weil es nicht mehr möglich ist, den weiter anwachsenden Rückstand aufzuholen.

Der Trick hierbei ist, dass die verschiedenen Vorbereitungen schon sehr früh auf dem Radar erscheinen und man so noch recht entspannt die kleinen Einzelschritte bedenken und angehen kann. Unser Jahr war zum Beispiel ziemlich holprig – Leben im Chaos mit drei kleinen Kindern während einer monatelangen Umbauphase, neue Selbstständigkeit, vermehrte Dienstreisen meines Mannes, langwierige Krankheitsphasen…

Viele Punkte habe ich nicht genau in der Woche erledigt, für die ich sie ursprünglich angesetzt hatte. Doch das frühe Auftauchen im Wochenkalender hat mir geholfen, rechtzeitig über bestimmte Schritte nachzudenken, dann das eine oder andere schon früher zu besorgen oder zu entscheiden und somit doch insgesamt deutlich entspannter Dinge erledigt zu haben, die mich normalerweise während der gesamten Weihnachtszeit gestresst haben.

Aufgaben vorziehen für weniger Stress im Advent

Beim Durchgehen meiner Negativliste letztes Jahr habe ich besonders darauf geachtet die Dinge herauszufiltern, die gar nicht unbedingt in der Adventszeit passieren müssen. Geschenke überlegen und besorgen? Das kann ich auch im Sommer tun, wenn ich noch Trauben-Eisbonbons im Garten genieße. Dankeschön an unsere Unterstützer? Kann auch ohne Weihnachtsgruß im Spätherbst verschickt werden. Eine kleine Aufmerksamkeit für die netten Nachbarn? Wenn es mich im Advent stresst, warum nicht einfach mal mitten im Jahr, so ganz ohne Anlass, wenn keiner damit rechnet? Sogar die Vorbereitungen fürs vielgeliebte Plätzchenbacken lassen sich schon in den frühen November auslagern. (Wie das gehen kann, darum geht es im nächsten Artikel dieser Serie.)

Das Problem mit solchen Vorhaben ist oft, dass man sich überlegt, wie man es anders machen könnte, doch wenn es diese Überlegung nicht in den Kalender schafft und mitten im Jahr daran erinnert, dann merkt man mit großer Wahrscheinlichkeit erst in der nächsten gehetzten Adventszeit, dass „man das doch anders machen wollte“.

Last-Minute-Maßnahmen zum Stressabbau im Advent

Wenn Du jetzt schon gehetzt und überwältigt bist von dem, was in den nächsten drei Wochen bis Weihnachten noch alles erledigt sein will, dann kannst Du noch einige Schritte unternehmen, um mehr Ruhe zu finden.

  1. Mach Dir eine Liste mit allem, was ansteht und Stress auslöst. Überlege bei jedem Punkt, ob die Welt untergeht, wenn er dieses Jahr nicht erledigt wird oder kurzfristig abgesagt oder vereinfacht wird (Plätzchen backen, eine Weihnachtsfeier planen oder besuchen, Wegfahren, aufwendige Geschenke, glamouröse Verpackungen, …)
  2. Streiche alles, was sich irgendwie streichen lässt – nächstes Jahr ist auch wieder Weihnachten und dann kannst Du durch Vorausplanung entspannter Plätzchen backen, Basteln,…
  3. Sage beherzt „Nein“ zu Dingen, die zusätzlichen Stress und Unruhe in den Alltag bringen. Wenn Dir das noch schwer fällt, dann schau mal hier: „Ist Nein-Sagen egoistisch?
  4. Überlege, welche Geschenke und Erledigungen Du online erledigen kannst, um Hetze durch überfüllte Geschäfte zu vermeiden. (Wenn das für Dich jedoch ein Riesenspaß ist und Du dabei in Weihnachtsstimmung kommst, dann mach die Shopping-Tour zur Priorität!)

Hier ist es wirklich wichtig zu beachten, welcher Typ Du bist und zu schauen, was genau bei Dir Stress und Unruhe auslöst. Wenn es Dir Energie gibt und Freude macht, rauszukommen und unter Menschen zu sein, dann wäre es sicher kontraproduktiv, die Weihnachtsfeier abzusagen oder den Besuch bei Bekannten zu canceln. Wenn Du Dich nach Ruhe und Kerzenschein zu Hause sehnst, und dabei gern andere Menschen um Dich hast, dann lade Freunde zu Dir ein oder ziehe Dich aus manchen Events raus. Es ist auch okay, nicht überall dabei zu sein 🙂 .

Entspannt durch den Advent

Mit Sicherheit ist dieses Vorgehen nicht jedermann’s Sache, doch es ist ein Vorschlag, der das Potential zur Lebenserleichterung mit sich bringt. Ich mag Pläne zwar sehr gern, fühle mich von strengen Listen aber auch schnell überfordert und spüre dann Rebellion in mir aufkommen. Mit dieser superfrühen Planung hatte ich sowohl ein grobes Gerüst als auch viel Freiheit, wenn das Leben dazwischen kam. Für mich hat das gut gepasst und dafür gesorgt, dass ich den Advent seit Langem überhaupt richtig genießen kann. Vielleicht ist es ja auch etwas für Dich 🙂 .

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Hier findest Du alle Artikel der Serie „Weihnachten ohne Stress“

Superfrühe Planung für Weihnachten - Bild 3

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Kirsten Kaltenbach

Thursday 10th of October 2019

Hallo Heidi, vielen Dank für Deine Seite! Sie ist wirklich sehr wohltuend und schafft klare Verhältnisse für sich selbst. Mit ist das ein oder andere dadurch ehrheblich klarer geworden.

Ich habe bereits im letzten Jahr in meinem Blog eine Weihnachtsgeschenkliste heraus gegeben, die sich jeder kostenlos herunterladen konnte. Eine, wie ich meine große Hilfe. Wenn Du glaubst sie auch auf Deiner Seite kostenfrei nutzen zu können, kannst Du sie auf meiner Seite, siehe Link unten, herunterladen. Es ist der Link mit dem Weihnachtsmann-Bild.

Ich hatte übrigens auch viele Jahre Angstzustände (Agoraphobie). Inzwischen leben ich seit Jahren meistens unbehelligt davon.

So, liebe Grüße Kirsten

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