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Schneller Porridge für Thermomix, Schnellkochtopf & Co.

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Bei uns ist wieder mal das Porridge-Fieber ausgebrochen. Jeden Abend frage ich meine drei Kids, was sie als Frühstück in die Schule mitnehmen wollen und immer ist die Antwort klar: Porridge. Zwei Faktoren haben diesen aktuellen Hype entscheidend vorangebracht: die Verwendung von “steel cut oats” – auf Deutsch etwas unglücklich “Hafergrütze” – und ein Rezept, das sich ohne viel Aufwand einfach im Multikocher (bei uns ein “Instant Pot”), Thermomix, Schnellkochtopf oder auch Slow Cooker zubereiten lässt.

Schneller Porridge für Thermomix, Schnellkochtopf & Co. - Bild 3

Wie wahrscheinlich die meisten in Deutschland habe ich meinen Porridge bisher mit Haferflocken zubereitet. Das liegt vor allem daran, dass man Hafer kaum in anderen Zubereitungsformen bekommen kann. Schon vor Jahren war ich darauf gestoßen, dass in anderen Ländern meist “steel cut oats” für Porridge verwendet werden.

Steel Cut Oats = Hafergrütze

Dabei sind die Haferkörner nicht zu Flocken plattgewalzt (das wären dann “rolled oats”), sondern in kleinere Stücke zerschnitten, so dass sie ein wenig wie ein Granulat wirken. Bis vor ein paar Jahren hatte ein lokaler Supermarkt noch “Hafergrütze” im Angebot (dafür muss es doch einen besseren Namen geben). Aber das Produkt wurde offenbar so wenig gekauft, dass es aus dem Sortiment genommen wurde, nachdem ich irgendwann eine ganze Kiste wegen Schimmelbefall reklamieren musste.

Steel Cut Oats = Hafergrütze

Auch im Onlinehandel sah es nicht gut aus – bis ich vor einigen Wochen (endlich) einen Bio-Händler fand, der Hafergrütze im Angebot hat. Da hörte sich die Abpackung im 5kg-Sack noch etwas abschreckend an, aber inzwischen ist schon der zweite bestellt und ein Ende der Nachfrage in unserem Haushalt nicht abzusehen.

Warum Porridge ohne Haferflocken?

Die Vorteile gegenüber der Zubereitung mit Haferflocken sind schwer zu beschreiben – die Konsistenz des Endprodukts ist einfach anders. Etwas mehr “Biss” und weniger breiig – halt wirklich das, was ich in anderen Ländern als Porridge kennengelernt habe und nicht die Konsistenz von “Haferschleim”.

Rühren oder Warten – Thermomix vs. Slow Cooker

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Zubereitung von Porridge. Entweder werden die Zutaten zusammen unter ständigem Rühren gekocht oder sie werden langsamer gleichmäßig erhitzt.

Die erste der beiden Methoden funktioniert für rührfaule Menschen wie mich am besten in einem Gerät, das das Rühren übernimmt. Das kann neben dem Thermomix auch eine andere Küchenmaschine mit Heizfunktion sein – bei uns ist es eine Kenwood Cooking Chef. Natürlich geht es auch ganz von Hand, dann ist aber mit 40 Minuten Rühren zu rechnen.

Die zweite Methode des Erhitzens über einen längeren Zeitraum funktioniert im Slow-Cooker. Allerdings dauert es dann entsprechend lange, bis die nötige Konsistenz erreicht ist.

Schnellkochtopf – das beste aus beiden Welten

Hier kommt der Multikocher oder (elektrische) Schnellkochtopf ins Spiel. Denn damit klappt es mit der richtigen Methode, den Porridge sowohl schnell, als auch ohne Rühren auf den Tisch bzw. in die Thermodosen der Kinder zu bekommen.

Dabei setze ich auf die Topf-in-Topf Methode. Prinzipiell funktioniert die Zubereitung auch direkt in einem Topf, aber dabei bildet sich leider am Boden eine festere Schicht, die dann nach dem Umrühren als störende Bröckchen im Porridge verbleibt. Mit der nachfolgenden Methode dagegen wird alles gleichmäßig glatt.

Dabei wird der Boden des Schnellkochtopfes mit etwas Wasser bedeckt und auf einem Gitter ein zweiter Topf (oder eine schnellkochtopftaugliche Schüssel) mit den Porridge-Zutaten hineingestellt. Bei einem elektrischen Schnellkochtopf oder Multikocher mit Timerfunktion lässt sich sogar alles am Abend vorbereiten und dann im Lauf der Nacht starten – die eigentliche Kochzeit unter Druck beläuft sich auf nur 20 Minuten. Und da im Grundrezept keine Milch enthalten ist, kann alles bis zum frühen Morgen stehenbleiben und erst dann der Kochvorgang gestartet werden.

Porridge verfeinern

Am Morgen kann dann der fertige Porridge noch mit etwas Milch, Wasser, Mandelmilch etc. glattgerührt und mit Ahornsirup, Zimtzucker, Früchten, Nussmus oder was sonst noch gut schmeckt serviert werden. Kleiner Extratipp: mit gefrorenen Früchten vermischen, wenn der Porridge noch sehr heiß ist, dann erreicht er gleich eine angenehme Esstemperatur.

Menge: 4-5 Portionen

Schneller Overnight Porridge für Thermomix, Schnellkochtopf & Co.

Schneller Overnight Porridge für Thermomix, Schnellkochtopf & Co.
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Gesamtzeit 25 Minuten

Zutaten

  • 1 Cup Hafergrütze (ca. 140 g)
  • 3 Cups Wasser (ca. 700ml)
  • 1/2 TL Salz
  • 30 g Butter
  • 1 EL Zucker oder Süßungsmittel der Wahl
  • optional: 1 EL Chia- oder Leinsamen

Zubereitung

Im Schnellkochtopf/Slow Cooker

Topf mit 1 Cup Wasser füllen und Gitter einsetzen, passende Schüssel einsetzen, die Zutaten hineingeben und einmal umrühren

Instant Pot:

Porridge Setting (20 Min) einstellen - über Nacht noch Timer für 6 Stunden

Slow Cooker

Low-Mittel für 8-12 Stunden

Am Morgen mit 100 ml Milch oder Wasser glatt rühren und nach Belieben mit Ahornsirup, Zimtzucker, Früchten, Nussmus oder Nüssen toppen.

Auf dem Herd/Thermomix/Cooking Chef...

Alle Zutaten zum Kochen bringen und für 30-40 Minuten auf mittlerer Hitze mit häufigem Umrühren köcheln lassen, bis ein sämiger Porridge entstanden ist.

Diese Methode ist perfekt für Töpfe, die gelegentlich umrühren (Cooking Chef, Thermomix und Konsorten)

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