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15 Alternativen zu Shampoo – auch bei wenig Zeit

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Fettiges Haar, Haarausfall, verschwundene Locken und fehlendes Volumen – mit dieser Realität wollte ich mich nicht dauerhaft anfreunden, ohne alles versucht zu haben. Meine ersten Experimente mit No Poo, dem Haarewaschen ohne Shampoo, gingen recht spektakulär in die Hose, doch einen Versuch wollte ich noch wagen.

Nach fast zwei Jahren des Experimentierens bin ich angekommen: Kein Haarausfall mehr. Ich muss meine Haare höchstens einmal pro Woche waschen. Meine Naturlocken zeigen sich wieder. Schwung und Volumen sind keine Fremdworte mehr. Im ersten Teil dieser Serie gab ich Dir bereits 10 Tipps, die Du vor dem Start in die natürliche Haarpflege unbedingt wissen solltest. Hier zeige ich Dir hier 15 Alternativen zu Shampoo – mit Rezepten und auch Empfehlungen für alle mit wenig Zeit.

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Grundlagen zur natürlichen Haarpflege

Du musst unbedingt aufs Experimentieren eingestellt sein. Meine Lieblingsmethode kann für Dich ein kompletter Fehlschuss sein und meine größten Flops können für Dich den dauerhaften Durchbruch zur natürlichen Haarpflege darstellen.

Viele alternative Methoden beinhalten das Bürsten als Eckpfeiler der Haarpflege ohne Shampoo. Bei Naturlocken ist das allerdings weniger empfehlenswert und so bin ich als Beautymuffel glücklich, auch ohne ständiges Bürsten ans Ziel gekommen zu sein.

Bei der Verwendung von Hausmitteln als Shampooersatz ist nach der Haarwäsche fast immer eine Spülung notwendig. Ziel der Spülungen ist in der Regel, den durch die Shampooalternative verschobenen ph-Wert des Haares wieder in den Normalbereich zurück zu bringen. Und nun lass uns ohne weitere Umwege schauen, womit Du experimentieren kannst:

#1 Nur Wasser Methode

Diese Methode entfernt nur mit der Kraft des Wasserstrahls Hautschüppchen, Staub und Ablagerungen von der Kopfhaut. Da Talg als fettige Substanz nicht wasserlöslich ist, müssen viele zusätzlich noch mit einer Spülung arbeiten. Insofern finde ich „Nur Wasser“ eher irreführend. Mit meinen sehr fettigen Haaren habe ich diese Methode nicht ausprobiert und glaube auch, dass die wenigsten damit dauerhaft glücklich werden.

Wenn Du jedoch pflegeleichte Haare hast, die vielleicht sogar eher zu Trockenheit neigen, dann könnte diese Methode einen Versuch wert sein. Eine detailierte Beschreibung der Nur Wasser – Methode findest Du hier.

#2 Natron und Essig als Alternativen zu Shampoo

Die wohl am weitesten verbreitete Methode von No Poo beinhaltet eine Wäsche mit Natron und die Spülung mit Apfelessig.

Du benötigst:

  • 2 EL Natron
  • 2 EL Wasser
  • 1-2 EL Apfelessig oder Zitronensaft
  • 250 ml Wasser

Vorbereitung:

  • Bereite eine Paste aus Natron und Wasser zu.
  • Gib den Apfelessig in 250 ml zimmerwarmes Wasser.

Ein bis zwei Teelöffel der Paste werden in die feuchten Haaransätze massiert, bis die gesamte Kopfhaut mit Natron behandelt wurde. Dabei sollte die Paste nicht in die Spitzen geraten, weil so die Längen austrocknen. Alternativ lässt sich das Natron auch in mehr Wasser auflösen (etwa 1 Esslöffel auf 500 ml) und an die Ansätze gießen oder mit einer Sprühflasche auftragen. Einmassieren und dann gründlich mit klarem Wasser ausspülen.

Nun muss unbedingt die saure Spülung folgen, um die ph-Wert-Verschiebung durch das Natron wieder auszugleichen. Das saubere Haar wird damit gespült und dann nicht nochmal ausgewaschen. Gegen den Essiggeruch lässt sich noch ein passendes ätherisches Öl für die Haarpflege zufügen – oder eben gleich Zitronensaft verwenden.

Meine Erfahrung

Wir sind mit dieser Methode überhaupt nicht zurecht gekommen. Der recht extreme Sprung im ph-Wert, der von diesen beiden Hausmitteln ausgelöst wird, scheint vielen Haaren (besonders welligen) auf Dauer nicht gut zu tun.

Nichtsdestotrotz kann sie für manche Haartypen der beste Weg durch die Übergangsphase sein. Experimentiere hier mit der Menge an Natron (bei zuviel wird das Haar strohig), der Art des Auftragens (Sprühen, flüssig oder als Paste) und dem Verhältnis von Essig zu Wasser (mehr oder weniger Essig). Eine ausführlichere Beschreibung der Natron-Essig-Methode findest Du hier.

#3 Ei zum Haarewaschen ohne Shampoo

Für mich die größte Überraschung war die Verwendung von Ei zur Reinigung. Während sicher viele bereits von Haarmasken mit Ei gehört haben, ist diese Methode als Alternative zu Shampoo weniger bekannt.

Du benötigst:

  • Je nach Haarlänge 1-2 Eier, bei sehr langen Haaren evtl. 3
  • nach Wunsch 3 Tropfen eines haarpflegenden ätherischen Öls wie Lavendel, Teebaum oder Rosmarin

Vorbereitung:

  • Verquirle das Ei in einem Behälter und mische das ätherische Öl ein.

Trage nun die Eimasse auf die feuchten Ansätze auf und massiere dabei die Kopfhaut. Das Ei darf auf der kompletten Länge des Haares verteilt werden, wenn nötig auch mit etwas mehr Wasser verdünnt. Nach fünf Minuten Einwirkzeit darf ausgespült werden. Wichtig ist jedoch, das Haar mit nur lauwarmem Wasser auszuspülen, damit es sich nicht in Rührei verwandelt. Eine Spülung ist hier optional.

Eine weitere Möglichkeit ist die Zubereitung eines Ei-Shampoos – hier geht’s zum Rezept. Allerdings sollten eiweißreiche Hausmittel nur etwa zweimal im Monat zur Anwendung kommen, weil das Haar sonst störrisch wird.

#4 Haare mit Roggenmehl waschen

Der Vorteil dieser Methode ist, dass Roggenmehl seifenartige Bestandteile enthält und gleichzeitig dem ph-Wert des Haares entspricht. Wie die Eiwäsche ist Roggenmehl allerdings auch proteinhaltig und sollte zur Vermeidung einer Eiweißüberdosis nur ab und zu angewendet werden.

Du benötigst:

  • 2 EL Vollkorn-Roggenmehl
  • 1 Sieb
  • Wasser

Vorbereitung:

  • Gib das Roggenmehl durch ein Sieb, um grobe Flöckchen abzufangen.
  • Mische das gesiebte Mehl nun mit genügend Wasser, um eine Paste zu erzeugen.

Arbeite diese Paste in die feuchten Haaransätze ein und massiere die Kopfhaut. Nun folgt die wahre Herausforderung und gleichzeitig der große Minuspunkt dieser Methode: Das Ausspülen. Es erfordert vi-hi-hiel Geduld und Muskelarbeit, das Roggenmehl flöckchenfrei wieder zu entfernen. Insbesondere bei dunklem Haar können sich auch nach intensivem Ausspülen im trockenen Zustand doch noch Rückstände zeigen und eine erneute Haarwäsche erfordern. So toll sich die Roggenwäsche also an sich anfühlen mag, sie ist eher etwas für die Geduldigen unter uns.

#5 Lavaerde als natürliche Alternative zu Shampoo

Die zwei populärsten Vertreter für diese Art des Haarewaschens ohne Shampoo sind Rhassoul und Bentonite. Da Bentonite jedoch schwieriger zu verarbeiten ist und stärker vom ph-Wert des Haares abweicht, empfehle ich Rhassoulerde.

Du benötigst:

  • 2-3 EL Rhassoulerde
  • 4-5 EL Wasser
  • optional 3-5 Tropfen eines ätherischen Öls wie Lavendel, Rosmarin oder Teebaum

Vorbereitung:

  • Mische die Rhassoulerde mit genügend Wasser und den ätherischen Ölen, um eine weiche, schlammartige Masse herzustellen.
  • Da die Mischung nachdickt, sollte sie lieber etwas flüssiger als zu fest sein.

Verteile die schlammartige Paste möglichst gleichmäßig im feuchten Haar und massiere sie in die Kopfhaut ein. Erlaube mindestens fünf Minuten des Einziehens und spüle die Lavaerde dann gründlich aus. Das kann etwas dauern, aber geht  deutlich unkomplizierter als Roggenmehl. Eine Spülung ist bei Rhassoul optional, bei Bentonite jedoch ein absolutes Muss.

Meine Erfahrung

Mit dieser Methode habe ich meine Haare über mehrere Monate gewaschen und war glücklich über größeres Volumen und weniger fettige Haare. Der große Nachteil ist jedoch die riesige Sauerei in der Dusche, die sich bei unerkannten, getrockneten Klecksen über eine Ohrfalte bis aufs Sofa ausweiten kann…

Trotzdem ist Rhassoul eine meiner Lieblingsmethoden (auch dank Dusche putzen nebenbei), was den Effekt aufs Haar (und die Haut) angeht. Zeitsparend ist die Zubereitung der doppelte Menge. Durch die antimikrobiellen Eigenschaften von Rhassoul hält sich die Paste in der Dusche für 2-3 Wäschen.

#6 Apfel-Haferflocken-Mischung

Diese DIY Haarmaske pflegt und reinigt und gehört definitiv auf die Liste der Experimente. Sie hilft besonders während der Übergangsphase, die Kopfhaut zu regenerieren und von „Altlasten“ zu befreien.Das Rezept stammt aus dem englischen Buch The NoPoo Method von The Crunchy Moose* – das Must-Have Nachschlagewerk für Haarpflege ohne Shampoo.

Du benötigst:

  • 3 EL Apfelmark
  • 1 EL Hafermehl oder fein gemahlene Haferflocken
  • 1 EL flüssiger Honig
  • 2 TL Apfelessig
  • 3 Tropfen ätherisches Öl der Wahl

Vorbereitung:

  • Mische alle Zutaten miteinander.

Diese Mischung wird ins feuchte Haar einmassiert und verbleibt da für 20-60 Minuten (unter einer Duschhaube), bevor sie wieder ausgespült wird. Konsistenz und Geruch weisen eine unangenehme Ähnlichkeit mit einer kankheitsbedingten Körperausscheidung auf, doch die Wirkung aufs Haar ist toll. Dies ist definitiv nichts für alle Tage, aber eine tolle extra Pflegeeinheit fürs Wochenende.

#7 DIY Shampoo mit Kokosmilch

Wir bewegen uns jetzt in echtes DIY Gebiet mit selbstgemachten Shampoo-Rezepten. Diese Mixturen basieren auf der Verwendung einer Seife, was streng genommen nicht mehr in die No Poo sondern Low Poo Kategorie fällt.

Bei diesem Rezept (ursprünglich bei WellnessMama.com gefunden) findet die universal einsetzbare flüssige Olivenölseife Anwendung. Das macht jedoch auch die Andwendung einer sauren Spülung unumgänglich, da der ph-Wert von flüssiger Olivenölseife ähnlich hoch ist wie von Natron und Bentonite.

Du benötigst:

  • 2 EL Kokosmilch
  • 2 EL flüssige Olivenölseife wie Dr Bonners
  • 10 Tropfen ätherisches Öl der Wahl

Vorbereitung:

  • Mische alle Zutaten gründlich und gibt sie in eine leere Shampooflasche o.ä.

Dieses DIY Shampoo kannst Du wie ein herkömmliches Shampoo verwenden. Es schäumt und alles! Achte darauf, so wenig wie möglich zu benutzen, da die Seife sehr konzentriert ist. Falls Du mit gereizter Kopfhaut kämpfst, versuche es mit einer Verdünnung des Rezepts: Gib 250 ml Wasser dazu und verrühre die Zutaten gut.

Ich habe gelesen, dass sich dieses Shampoo für bis zu 2 Monate in der Dusche halten kann. Alternativ kannst Du kleine Mengen in Eiswürfelformen einfrieren. Für mich hat es leider nicht so gut funktioniert – die Kokosmilch machte mein Haar sehr strähnig. Doch viele sind damit glücklich. Starte deshalb mit dieser kleinen Menge und wenn Dein Haar damit glücklich ist, dann lohnt sich die Zubereitung einer größeren Menge.

Erfrischende Dusche

#8 DIY Shampoo mit Honig

Als Abwandlung von #7 darf hier Honig als Hausmittel seine Kräfte entfalten. Achte deshalb unbedingt auf Honig in Bio-Qualität oder kaufe beim Imker um die Ecke. Da allerdings könnte es mit dem flüssigen Honig etwas schwieriger sein, denn außer dem teuren Akazienhonig bleibt er unbehandelt nicht lange flüssig.

Du benötigst:

  • 2 EL flüssige Olivenölseife wie von Dr Bonner
  • 2 EL flüssigen Honig
  • 10 Tropfen ätherisches Öl der Wahl

Vorbereitung:

  • Mische alle Zutaten gründlich.
  • Bei empfindlicher Kopfhaut kann eine Verdünnung mit Wasser hilfreich sein – gib noch 250 ml dazu.

Auch dieses DIY Shampoo kannst Du wie klassisches Shampoo benutzen. Eine Spülung könnte empfehlenswert sein, auch wenn der Honig den hohen ph-Wert der Flüssigseife bereits deutlich senkt.

#9 DIY Shampoo mit Koffein

Eine weitere Abwandlung ist die Verwendung von Espresso oder starkem Kaffee im Shampoo. Das soll die Haarwurzel stärken, Haarausfall vorbeugen und den Haarwuchs anregen. Auf jeden Fall riecht es super… 😉

Du benötigst:

  • 2 EL flüssige Olivenölseife
  • 10 Tropfen ätherisches Öl
  • 2 EL starken Kaffee oder Espresso
  • 2 EL flüssiger Honig

Vorbereitung:

  • Vermische Honig und Kaffee, bis sich der Honig aufgelöst hat.
  • Gib jetzt die Olivenölseife und das ätherische Öl dazu und mische alles, ohne stark zu schütteln.
  • Bei empfindlicher Kopfhaut oder mäßigem Erfolg nach der ersten Wäsche, verdünne das Shampoo mit 250 ml Wasser.

Wie die letzten beiden DIY Shampoos wird auch dieses ganz normal angewendet, am besten mit einer Spülung am Ende. Achtung: Die belebende Wirkung von Koffein kann sich auch über den Kontakt zur Kopfhaut einstellen. Insofern ist eine Haarwäsche kurz vorm Schlafengehen wenig ratsam…

Meine Erfahrung

Da meine Haare mit Shampoos auf Basis von Olivenölseife nicht gut zurecht kam, konnte ich die Kaffeeversion nicht lange genug ausprobieren, um die Haarwurzelwirkung zu beurteilen. Doch bei so geringen Kosten ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.

#10 DIY Shampoo aus Waschnüssen

Auch wenn ich von DIY Waschmitteln für die Wäsche großen Abstand genommen habe, können Waschnüsse für die Haare eine echte Option darstellen. Die natürlich enthaltene Seife scheint sich besonders gut auf die Haut auszuwirken, insbesondere wenn Ekzem oder Schuppenflechte ein Thema sind. Allerdings brennt dieses Shampoo in den Augen, weshalb es für Kinder eher weniger geeignet ist. Der Vorteil ist, dass sich damit auch im restlichen Haushalt Seife ersetzen lässt.

Du benötigst:

  • 10 Waschnüsse
  • 2x 500 ml Wasser
  • 5 Tropfen ätherisches Öl

Vorbereitung:

  • Gib die Waschnüsse mit 500 ml Wasser in einen Topf und bringe es zum Kochen.
  • Lass es für 20 Minuten köcheln.
  • Gib wieder 500 ml Wasser dazu und lass den Sud nochmals für 30 Minuten köcheln.
  • Schöpfe die Waschnüsse heraus und gieße das Seifenwasser durch ein Sieb.
  • Rühre jetzt das ätherische Öl dazu und bewahre die Flüssigkeit im Kühlschrank auf.

Auch dieses Shampoo nutzt Du wie ein herkömmliches – mit dem Unterschied, dass es sich im Kühlschrank nur 1-2 Wochen hält. Falls Du also nicht gerade einen Großputz im Haus planst, nutze die Eiswürfelmethode, um das Shampoo haltbar zu machen.

#11 DIY Indisches Kräutershampoo

Eine Abwandlung des Waschnuss-Shampoos ist das Indische Kräutershampoo, was Rheeta (Waschnüsse), Amla und Shikakai als Wirkstoffe nutzt. Amla und Shikakai sollen der Hauptgrund für die Schönheit indischer Haare sein. Auch hier sollen insbesondere von Schuppen und Ekzem Geplagte Erleichterung finden.

Du benötigst:

  • 2 EL Amla Pulver
  • 2 EL Rheeta Pulver (oder mahle Waschnüsse mit dem Mixer oder einer Gewürzmühle zu feinem Pulver)
  • 4 EL Shikakai Pulver
  • 4 EL Leinsamen Pulver
  • 1250 ml Wasser
  • Käsetuch, Kaffeefilter oder feuchtes Geschirrtuch zum Abgießen

Vorbereitung:

  • Gib die Pulver in einen Topf und gieße das Wasser darüber.
  • Umrühren und abgedeckt über Nacht stehen lassen.
  • Bring die Mischung am Morgen zum Kochen und lass sie offen für 20-25 Minuten köcheln.
  • Lass die Mischung abkühlen und gieße sie dann mit Hilfe eines Käsetuchs, Kaffeefilter (dauert sehr lange) oder eines sauberen Handtuchs ab.

Gib etwa eine halbe Tasse (125 ml) des Indischen Kräutershampoos auf die Kopfhaut und massiere es gut ein. Warte fünf  Minuten vor dem Ausspülen. Wiederhole den Vorgang und schließe bei Bedarf mit einer sauren Spülung ab. Das Shampoo hält sich mindestens 2-3 Wochen.

Alternativ kannst Du die Leinsamen weglassen und aus der Hälfte ohne Einweichen eine Art Tee kochen. Nach dem Abfiltern der festen Bestandteile wird das Shampoo mit etwa 750 ml Wasser verdünnt. Nun wäschst Du Dein Haar damit in zwei Durchgängen: Übergießen – Einmassieren – Ausspülen – Übergießen – Einmassieren – Ausspülen.

#12 Kommerzielle Spülung als Shampoo

Nach so vielen DIY Rezepten folgt nun ein Bereich für alle mit wenig Zeit und Nerven. Die erste davon kenne ich insbesondere von Freunden mit afrikanischen Krauselöckchen: Um auf SLS und Konsorten zu verzichten, nutzt man einfach eine gute, kommerzielle Haarspülung.

Da Spülungen nicht schäumen, kann auch kein SLS drin sein und man erspart sich das Durchsuchen der Zutatenliste. Für meine Haare war der Versuch leider nicht erfolgreich, doch wenn Du keine besonders fettigen Haare hast, dann ist dies definitiv ein Versuch wert. Falls Du starke Locken oder Krause hast, dann findest Du auf dem Blog KrauseLocke konkrete Hilfe.

#13 Haarseife als Alternative zu Shampoo

Ich kann Seife eigentlich nicht ausstehen – und doch hat sich Haarseife in Kombination mit einer Reiswasserspülung als Durchbruch in meiner natürlichen Haarpflege erwiesen. Haarseifen sorgen dafür, dass nur der weiche Schaum die Kopfhaut erreicht.

Worauf Du bei Haarseifen achten solltest, ist der Überfettungswert. Ich bin weder Chemiker noch Profi, doch vielleicht hilft diese Erklärung: Der Wert gibt den Anteil an Ölen an, die bei der Seifenherstellung durch die Lauge nicht verseift (und damit ihrer öligen Konsistenz beraubt) wurden. Je fettiger Dein Haar ist, umso wichtiger ist ein niedriger Überfettungswert. Trockene Haare benötigen etwas mehr aktive, pflegende Öle.

Meine Erfahrung

Ich verwende eine Haarseife mit Überfettungswert von 1,5%. Für normales bis trockenes Haar gibt es Haarseifen mit 2%. Ich würde nur ausdrücklich als Haarseife gekennzeichnete Seife verwenden, da die Haut andere rückfettende Bedürfnisse hat als das Haar. Achtung bei sogenannten Shampoo-Bars: Die enthalten meist trotzdem die Inhaltsstoffe konventioneller Shampoos. Wenn Du SLS und Co. erstmal vermeiden möchstest, dann orientiere Dich an einfachen Haarseifen.

In der Anwendung erweist sich ein Seifensäckchen als sehr praktisch. Das reduziert die Gefahr flutschender Seifenstücke und sorgt für eine schnelle Schaumbildung zum Auftragen auf die Kopfhaut. Sie sollte allerdings nicht direkt in der Dusche aufbewahrt werden, weil sie sich dort schnell „verflüchtigt“.

Der basische ph-Wert einer Seife macht es unbedingt nötig, dass Du die Haarwäsche mit einer sauren Spülung beendest. Fermentiertes Reiswasser ist hier mein absoluter Favorit, doch natürlich geht auch ein Esslöffel Zitronensaft oder Apfelessig in 250 ml Wasser.

15 Alternativen zu Shampoo - auch bei wenig Zeit - Bild 3

#14 Morocco Method natürliches Shampoo

Wenn Du komplett auf seifende Bestandteile verzichten möchtest, doch trotzdem keinen Nerv für Mixturen und Sauerei in der Dusche hast, dann könnte hier die Lösung auf Dich warten. Ein amerikanischer Haarprofi hat eine Serie entwickelt, die alle Aspekte einer No Poo Haarpflege integriert und doch so handlich wie ein Shampoo ist. Für meinen Mann ist eines ihrer Shampoos zum Langzeiterfolg geworden.

Diese Shampoos schäumen gar nicht und sehen weder appetitlich aus noch riechen sie umwerfend. Dafür sie sind haltbar und unkompliziert in der Anwendung. Alle fünf Shampoos als Mini-Flasche sollten rotierend ausprobiert werden, bis man den persönlichen Favoriten gefunden hat. Das esotherisch angehauchte Marketing ist auch nicht jedermans Sache, doch das hat keinen Einfluss auf die Anwendung in der Dusche.

#15 Naturshampoos ohne SLS

Es gibt inzwischen auch eine Reihe von Naturshampoos, die auf SLS und Co. verzichten. Allerdings muss man da auf der Zutatenliste genau hinschauen. Bei einem natürlich wirkenden Rhassoul-Shampoo habe ich erst an der Menge des weichen, buschigen Schaums gemerkt, dass ich die Zutatenliste nochmal genauer anschauen muss.

Ein natürliches Shampoo, was ich noch nicht ausprobiert habe, ist die Linie von MyRapunzel. Ich bin weder Affiliate noch verdiene ich in irgendeiner Weise an dieser Empfehlung, doch ich glaube, dieses Shampoo könnte für manche Leser eine interessante Option darstellen.  Einen weiteren Versuch wert ist das Shampoo von Greendoor. Allerdings ist auch hier unbedingt eine saure Spülung notwendig, da die meisten Shampoos basisch sind.

Schließlich kenne ich noch CulumNatura, was gar nicht schäumt und wohl nur bei (Natur-)Friseuren zu finden ist. Hilfreich ist bei diesen Shampoos oft eine kleine Flasche mit Spitzenöffnung, in der das Shampoo im 20:80 Verhältnis mit Wasser verdünnt und so gezielt an den Ansätzen aufgetragen wird.

Bonus: Trockenshampoo

Mit selbstgemachtem Trockenshampoo lässt sich noch so mancher Tag aus eigentlich waschbedürftigen Haaren herausholen. Das hilft nicht nur Deiner Kopfhaut, sich mit weniger Haarwäschen zu regenerieren, sondern ist auch super schnell gemixt. Es ist dabei noch einfacher aufzutragen, als herkömmliches Trockenshampoo aus der Sprühdose (kein Einatmen!) und kostet wenig. Zum Auftragen eignet sich ein Puderpinsel oder auch ein Salzstreuer. Kurz einmassieren, ausbürsten und staunen, was es kann!

Falls Du noch mehr über die Zusammenhänge von Wasserhärte, Haartyp und Shampoo-Alternativen wissen möchtest, dann empfehle ich Dir das englische e-Book The NoPoo Method von The Crunchy Moose*. Es ist für mich zu einem sehr wertvollen Nachschlagewerk geworden, auch wenn ich mich in keiner Weise für die aufwendige Routine der Autorin begeistern kann.

Hier geht es zu den Haarspülungen, mit denen Du das Ergebnis locker Deiner natürlichen Haarwäsche optimierst:

Du wirst ganz bestimmt experimentieren müssen. Doch mit diesen 15 Alternativen zu Shampoo hast Du eine exzellente Startposition und findest darunter auch wenig aufwendige Optionen. Es mag eine Weile dauern, bis Du das Richtige für Dich entdeckst. Doch wenn Du im Moment mit Deinen Haaren kämpfst, dann ist dieser Prozess mit Sicherheit die Mühe wert.

*Die markierten Links in diesem Artikel sind Affiliatelinks. Das heißt, falls Du darüber einkaufst, erhalte ich als Affiliate eine kleine Provision. Doch ich fand das Buch hilfreich schon lange bevor ich zum Affiliate wurde – und empfehle es nur, weil ich sicher bin, dass Du davon auch profitieren kannst.

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Hier findest Du verschiedene Produkte, die Du für die natürliche Haarpflege brauchen könntest. Manches davon (wie zum Beispiel Roggenmehl, Hafermehl und Apfelmark) findest Du vor Ort sicher günstiger und wird nur für die Leser eingebaut, die keine Lust auf Rennerei oder langes Suchen haben:

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