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Brot und Brötchen einfach selber backen – die besten Tipps & Tricks

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Saftiges Brot und knusprige Brötchen kann man auch zuhause backen. Und es geht sogar mit sehr viel weniger Aufwand, als viele meinen. Dank der 5 Minuten Methode von Jeff Hertzberg und Zoe Francois gelingen auch einem Anfänger schnelle Brötchen und luftig lockeres Brot ohne Kneten. Hier zeige ich Dir die besten Tipps und Tricks für garantiertes Gelingen – und entspannten Genuss wie vom Bäcker!

Brot und Brötchen einfach selber backen – die besten Tipps & Tricks - Bild 1

Das Prinzip der 5 Minuten Methode besteht darin, mit nur 3-4 Grundzutaten ohne Küchenmaschine und gänzlich ohne Kneten einen einfachen Teig herzustellen. Dieser wird nur mit einem Spatel verrührt und geht bei Zimmertemperatur, bevor er im Kühlschrank auf seinen Einsatz wartet. Für bis zu zwei Wochen kann der Brotteig für die unterschiedlichsten Rezepte zum Einsatz kommen.

Brot und Brötchen einfach selber backen – die besten Tipps & Tricks - Bild 2

Die Möglichkeiten beim Backen von Brot und Brötchen

Luftige, lockere Brötchen und knuspriges Brot zuhause selber backen geht genauso gut, wie Baguettes, ein Pizzaboden, Grillbrot oder Würstchen im Schlafrock. Außerdem kannst Du ganz nach Belieben mit unterschiedlichen Geschmacksgebern experimentieren: Flocken, Nüsse oder Saaten im und auf dem Brot, Gewürze, Kräuter, Gemüse bis hin zu süßen Varianten.

Damit Du alle Möglichkeiten dieses tollen Rezeptes ausschöpfen kannst, gibt es hier ausführliche Tipps und Tricks für garantiertes Gelingen. So wirst Du nicht nur Familie und Freunde mit unglaublich lockerem, frischem Brot überraschen, sondern kannst auch Deiner Fantasie freien Lauf zur Kreation Deines ganz persönlichen Lieblingsrezeptes lassen.

Die einzelnen Schritte und Komponenten aus dem Grundrezept zum Brot Backen mit 5 Minuten Aufwand geben den Rahmen für die folgenden Tipps und Tricks, mit denen Brot und Brötchen selber zu backen noch nie einfacher, unkomplizierter und abwechslungsreicher war!

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Brot backen mit Vollkorn- und Dinkelmehl

Im Rezept verwende ich normalerweise 550er Weizenmehl. Doch das kann auch komplett durch Dinkelmehl ersetzt werden. Ein Anteil von 25% bis maximal 50% der Mehlmenge kann ohne große Abweichung auch durch Vollkornmehl ersetzt werden. Ich verwende meist 25-30% Vollkornmehl und das Ergebnis ist ein saftiges, lockeres Brot mit knuspriger Kruste und geschmacklicher Tiefe. Bei einem höheren Anteil müssen entweder Kompromisse in der Konsistenz eingegangen oder wenige Abwandlungen vorgenommen werden.

Backen mit Vollkornmehl erfordert fast immer eine leicht erhöhte Wassermenge von mehreren Esslöffeln, je nach Höhe des Vollkornanteils. Für das Brotbacken mit 100% Vollkornmehl empfehle ich die Zugabe von 4 Esslöffeln Weizenkleber (Gluten). Honig kann ebenfalls zu lockerem Vollkornbrot verhelfen. Ersetze eventuell angegebenen Zucker im Rezept durch Honig oder gib 1 Teelöffel bis 1 Esslöffel dazu. Einen Teil des Wassers durch Molke zu ersetzen, wie sie zum Beispiel beim Abtropfen von selbstgemachtem Joghurt entsteht, ist eine weitere Maßnahme, um hochprozentiges Vollkornbrot locker und luftig hinzubekommen.

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Bis zu 100 Gramm des Mehls können auch durch Roggenmehl ersetzt werden. Für mehr Sauerteig-Charakter gib noch etwas Lievito Madre, Sauerteig oder auch Sauerteigpulver in den Teig. Für konkrete Rezepte zu alternativen Mehlsorten empfehle ich Dir das zweite Backbuch Healthy Artisan Bread in 5 Minutes a Day (Link unter dem Artikel).

Zusätzlich sind auch Weizenkeime, Haferflocken, Chia- oder Leinsamen eine tolle Möglichkeit, einen leicht verdaulichen Weißmehlteig mit extra Nährstoffen anzureichern. Bei Saaten wie Chia, Sesam etc. genügen 2 Esslöffel, von Flocken und Keimen können auch 4 Esslöffel zugefügt werden. Bitte beachte, dass diese Extrazutaten Flüssigkeit aufsaugen und mit mindestens einem Esslöffel mehr Wasser ausgeglichen werden müssen.

Teigkonsistenz

Nach dem Anrühren ist der Teig klebriger als ein herkömmlicher Hefeteig. Doch nach der Zeit im Kühlschrank kann er gut geformt werden. Je nach Wetterlage, Luftfeuchtigkeit und Mehlsorte benötigt der Teig mal mehr, mal weniger Flüssigkeit. Am besten schaust Du Dir das Video im übernächsten Abschnitt an. Dort erhältst Du einen guten Einblick in die Konsistenz vor und nach dem Gehen.

Wenn sich der Teig nur schwer verrühren lässt und zu fest ist, gib esslöffelweise Wasser oder Molke hinzu, bis alles verrührt und keine mehligen Stellen mehr sichtbar sind. Bei zu flüssigem Teig fügst Du esslöffelweise Mehl (oder Haferflocken) hinzu, bis die richtige Konsistenz erreicht ist.

Sollte der Teig nach dem Gehen sehr flüssig sein, was bei Vollkornteigen manchmal der Fall ist, dann arbeite beim Formen mit extra viel Mehl – sowohl auf der Arbeitsfläche als auch auf dem Teig in der Schüssel zum Abtrennen der benötigsten Teigmenge. Wenn alle Stricke reißen, dann gieße den flüssigen Teig auf eine stark bemehlte Arbeitsfläche. Falte oder hebe den Teig dann von außen zur Mitte, eventuell auch mittels eines Teigschabers. Wiederhole diesen Vorgang von allen Seiten, bis der Teig seine Form hält.

Gehzeit für selbstgemachtes Brot und Brötchen

In meinen Rezepten für Brot und Brötchen nach der 5-Minuten-Aufwand Methode empfehle ich eine Gehzeit von etwa 2 Stunden bei Zimmertemperatur und dann die Kühlung im Kühlschrank für mindestens 2-3 Stunden. Auf diese Weise ist der Teig deutlich leichter zu verarbeiten.

Doch der 5 Minuten Aufwand Teig kann auch komplett über Nacht im Kühlschrank gehen oder die komplette Nacht bei Zimmertemperatur stehen bleiben. Beides habe ich ausprobiert – mal mehr, mal weniger absichtlich… Wenn der Teig die ganze Nacht bei Zimmertemperatur verbringt, ist er schwer zu verarbeiten und benötigt deutlich mehr Mehl an Händen und Arbeitsfläche. Mit 2-3 Stunden im Kühlschrank lässt sich das wieder ausgleichen.

Bei der „Nur-Kühlschrank-Methode“ geht der Teig etwas weniger, was zu etwas festeren Brötchen führt. Das lässt sich durch eine längere Ruhezeit nach dem Formen ausgleichen: Dazu werden geformte Brote oder Brötchen (mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt) nochmals für 45-60 Minuten bei Zimmertemperatur oder an einem warmen Ort gehen gelassen.

Extra-Tipp für optimale Gehtemperatur:

Für eine schnellere erste Gehzeit oder eine wärmere Ruhezeit nach dem Formen sind etwa 40°C Umgebungstemperatur erstrebenswert. Wenn Dein Backofen keine Teigfunktion mitbringt, dann gibt es einen Trick:

Setze den Backofen für 1 Minute auf 200°C zum Vorheizen. Nach dieser Zeit schaltest Du den Backofen komplett ab. Die Restwärme beträgt etwa 40°C und ist die ideale Wohlfühltemperatur für die Hefe im Teig. Nun setzt Du die Teigschüssel, die geformten Brötchen oder Brote in den warmen, ausgeschalteten Ofen.

Kleine Mengen kannst Du auch in einem Joghurtbereiter oder einem elektrischen Schnellkochtopf mit Joghurtfunktion gehen lassen.

Einschlagen des Teiges

Für eine besonders schöne Kruste und lockere, luftige Brötchen oder Brote ist das Einschlagen des Teiges wichtig. Ganz gleich, ob Du direkt die komplette Teigmenge backen möchtest, oder nur einen Teil verwendest, der wichtigste Teil des Formens ist das Einschlagen des Teiges nach unten.

Dazu bemehlst Du das Teigstück stark und ziehst die Oberfläche an allen vier Seiten nach unten innen. Das Ergebnis ist eine leicht gespannte Teigoberfläche, die ein gleichmäßiges Aufgehen während der Ruhezeit ermöglicht.

Für eine bessere Vorstellung dieses Ablaufs schau Dir am besten dieses Video der zwei Erfinder der Methode an. Bei etwa 1:06 wird das Einschlagen gut gezeigt. Außerdem erhältst Du einen Eindruck von der Teigkonsistenz und den einzelnen Arbeitsschritten:

Blech & Pizzastein für eine knusprige Kruste

Wenn Du einen Pizzastein besitzt, dann eignet er sich auch hervorragend, um Brot selber zu backen. Allerdings muss er auf der mittleren Ebene für mindestens 30 Minuten auf höchster Stufe mit aufgeheizt werden.

Wichtig ist bei der Verwendung des Pizzasteins, dass Du Dein Blech reichlich mit Mehl und Maisgrieß bestreust, bevor Du das geformte Brot darauf platzierst und während der Vorheizzeit ruhen lässt. Mit einem beherzten Ruck lässt sich das Brot dann auf den heißen Pizzastein schieben.

Während dieses Vorgehen eine ganz besonders knusprige Kruste zaubert, neigt es leider auch zu Desaster, wenn trotz reichlichem Bestreuen eine Ecke des Teigs am Blech festklebt. Dafür fehlt mir meist der Nerv, so dass ich ein Stück Backpapier unter dem Brotteig bevorzuge. So geht der Transfer auf den Pizzastein ganz einfach und der Unterschied in der knusprigen Kruste ist kaum spürbar.

Abwandlung für Brötchen

Für knusprige Brötchen empfehle ich Dir das Backen auf einem dünnen Blech. Den Pizzastein halte ich hier für optional, schon allein weil die lange Vorheizzeit desselben in keinem Verhältnis zur relativ kurzen Backzeit der Brötchen steht. Sollte der Stein ohnehin gerade vorgeheizt sein, dann nutze einfach die Backpapiermethode.

Sehr schön knusprig werden Brötchen auch auf einem Lochblech oder (für längliche Brötchen wie vom Bäcker) in einer gelöcherten Baguetteform. Falls Du keins der beiden besitzt, dann ist ein Antihaft-Backblech oder ein mit Backpapier belegtes Blech eine gute Alternative.

Selbstgemachte Brötchen Nahaufnahme

Formen von Brötchen & Brot

Für die Form Deiner selbstgebackenen Brötchen und Brote hast Du ganz viel Freiraum. Richtig saftiges, selbstgebackenes Brot erhältst Du sowohl frei geformt als auch beim Backen in einer Form. Ob in einer Kastenform, frei rund oder oval geformt – Du hast die Wahl! Brötchen relativ nah beieinander in einer Auflaufform zu platzieren sorgt für ein gleichmäßiges Zusammenbacken an den Seiten mit dem Effekt des Auseinanderzupfens. So verringert sich der Anteil an fester, knuspriger Kruste pro Brötchen, was besonders kleine Kinder oft bevorzugen. Beim Experimentieren darfst Du auch ein Baguetteblech, eine Muffinform oder eine Springform für Brötchen als Option im Blick haben.

Vorteile des Freiformens sind, dass das selbstgebackene Brot nirgends rausgelöst werden muss und von allen Seiten gleichmäßig knusprig gebacken wird. Auch Brötchen erhalten rundherum eine schöne Kruste, wenn sie auf Backpapier mit oder ohne Pizzastein gebacken werden. Der Nachteil ist, dass klebriger Teig und insbesondere Vollkornteige dazu neigen, während der Ruhezeit sehr breit zu laufen. Das wiederum macht sich in weniger Höhe beim Backen und eventuell auch festerer Konsistenz bemerkbar.

Vorteile der Verwendung einer Backform für Brot und Brötchen sind ganz klar die schöner geformten Endresultate. Brötchen werden fluffiger, weil sie während der Ruhe- und Backzeit nur nach oben Platz zum Ausdehnen haben. Das trifft meiner Erfahrung nach ganz besonders auf die etwas launischeren Vollkornteige zu. Auch ein Teig, der schon mehr als eine Woche im Kühlschrank geschmacklichen Tiefgang gesammelt hat, ist in der Regel etwas zaghafter und bäckt in einer Form besser. Der Nachteil ist, dass die Form gut geölt sein sollte, wenn sie nicht antihaftbeschichtet ist. Je nach Kastenform kann es unter Umständen schwierig werden, das Brot aus der Form zu lösen.

Weitere Möglichkeiten

Für eckige oder dreieckige Brötchen drückst Du den gesamten Teig auf einer stark bemehlten Arbeitsfläche in ein Rechteck von etwa 2-3 cm Teigstärke. Jetzt teilst Du den Teig mit einem geölten Pizzaschneider oder Teigschaber in Vierecke der gewünschten Größe. Für Dreiecke teilst Du die entstandenen Teigstücke nochmals diagonal. Da das Einschlagen fehlt, backen diese Formen oft nicht ganz so hoch, wie runde oder ovale Brötchen, eignen sich jedoch besser für Sandwiches oder zum Befüllen.

Wenn Du Dir die Hände so wenig wie möglich schmutzig machen möchtest, dann ist es auch möglich, bemehlte Teigstücke mit Hilfe eines Teigschabers oder großen Löffels abstechen. Diese etwas abenteuerlich aussehenden Kreationen kommen direkt aufs Backblech und backen so, wie sie sind. Geschmacklich macht es keinen Unterschied. Die Brötchen werden wahrscheinlich etwas weniger gleichmäßig aufgehen, weil die Oberflächenspannung durch das Einschlagen fehlt.

Ruhezeit nach dem Formen

Pizzateig und Pitabrote benötigen keine Ruhezeit – sie können direkt aus dem Kühlschrank heraus verarbeitet werden. Brötchen und Baguettes ruhen für 20 Minuten, das entspricht in etwa der Vorheizzeit des Backofens. Größere Brote ruhen nach dem Formen für etwa 40 Minuten, wobei ich auch schon mit kürzerer Ruhezeit gutes Brot gebacken haben. Es geht dann nicht ganz so schön in die Höhe, wie ein anständig ausgeruhtes Brot… 😉 Bei Vollkornteigen verlängert sich die Ruhezeit um etwa das Doppelte. Ein Teig, der seine komplette Gehzeit im Kühlschrank verbracht hat, darf gern die doppelte Zeit in muckeliger Wärme verbringen.

Brotteig mit Mehl bestreut

Einschneiden vor dem Brotbacken

Das Einschneiden der Teiglinge sorgt dafür, dass sich Brot oder Brötchen beim Backen gleichmäßig in die vom Schnitt vorgegebene Richtung ausdehnen können. Andernfalls entstehen willkürlich Risse in der Oberfläche und die selbstgemachten Brote und Brötchen backen weniger gleichmäßig.

Das Einschneiden geschieht erst direkt vor dem Backen und geht am besten mit einer Schere oder einem geriffelten Messer. Am besten streust Du bei klebrigem Teig vor dem Schnitt nochmals etwas Mehl über die Oberfläche. Beim Backen in einer Backform bist Du möglicherweise durch die Ränder etwas eingeschränkt, wie und womit Du einschneiden kannst.

In welche Richtung Du schneidest – mehrere parallele Schnitte, über Kreuz, im Viereck oder ein einzelner Schnitt in der Mitte – ist ganz Deiner Vorliebe überlassen. Es gibt sogar Stempel, um die verschiedenen Einschnitte bei runden Bäckerbrötchen zuhause nachzustellen.

Toppings

Für Brot und Brötchen wie beim Bäcker kannst Du mit beliebigen Saaten und Körnern arbeiten – Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mohn, Sesam oder eine Mischung. Dazu wird die Oberfläche nach dem Einschneiden mit Wasser bepinselt oder Öl eingesprüht und die Saaten darüber verteilt. Leichtes Andrücken hilft zusätzlich, dass die Saaten und Körner besser halten.

Dampf für knusprige Brötchen wie vom Bäcker

Für Brote und Brötchen, die außen knusprig und innen locker luftig sind, benötigst Du Dampf im Ofen. Wenn Du auch keinen Ofen mit zuschaltbarer Dampffunktion besitzt, dann gibt es zwei unkomplizierte Methoden:

  1. Stelle beim Vorheizen eine Fettpfanne oder Auflaufform auf die unterste Schiene des Backofens. Wenn die Temperatur erreicht und Brot oder Brötchen im Ofen platziert wurden, gibst Du etwa 250 ml heißes Wasser oder eine Handvoll Eiswürfel in die vorgeheizte Auflaufform und schließt sofort die Tür.
  2. Alternativ kannst Du eine Handvoll Eiswürfel direkt unten in den Ofen geben, bevor Du die Ofentür zum Backen verschließt.

Backzeit & Temperatur

Für eine besonders knusprige Kruste bei Brot und Brötchen sollte die Backtemperatur bei 250°C liegen. Wenn Du wie ich eine weniger dunkle Kruste bevorzugst, dann reduziere die Temperatur nach 10 Minuten Backzeit auf 210°C. Alternativ geht auch eine Temperatur von 230°C Umluft.

Brote backen je nach Größe in der Regel ca. 30-45 Minuten bei durchschnittlich 230°C. Durch die Verwendung von Backformen, insbesondere Auflaufformen oder Silikonformen wie die Brotbackschale, verlängert sich die Backzeit nochmals um 10 Minuten.

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Brötchen backen für ca. 20-25 Minuten, bei größeren Brötchen verlängert sich die Backzeit um 5-10 Minuten. Wenn Brot oder Brötchen gut gebräunt sind, sind sie in der Regel fertig.

Um sicher zu gehen, dass sie wirklich durchgebacken sind, gibt es zwei Möglichkeiten: Vorsichtig Brot oder Brötchen aus dem Ofen nehmen und auf die Unterseite klopfen. Wenn es hohl klingt, sind sie fertig. Da diese Methode jedoch etwas Erfahrung erfordert und weniger verlässlich ist, bevorzuge ich nach wie vor die Messmethode.

Führe ein Backthermometer so ein, dass die Spitze ziemlich genau in der Mitte eines Brötchens oder Brotes landet. Bei einer inneren Temperatur von 95-99°C ist es fertiggebacken. Bei Teigen, die Eier, Butter und Milch enthalten, wie der Briocheteig für das Schokoschnecken Brot, sollte die innere Temperatur bei 82-85°C liegen.

Restteig

Der Teig muss nicht aufgebraucht werden, sondern kann für bis zu zwei Wochen im Kühlschrank bleiben. Je länger er steht, umso mehr entwickelt er einen dezenten Sauerteigcharakter. In der zweiten Woche flufft er beim Backen allerdings nicht mehr so sehr auf, weshalb er dann eher für Pizzaböden oder Fladenbrote geeignet ist.

Du kannst Teigreste auch für einige Wochen einfrieren. Ich bevorzuge dafür verschließbare Gefriertüten, weil sie Platz im Tiefkühlschrank sparen. Lass den Teig dann am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und prüfe mehrere Stunden vor dem Backen, ob es noch einen gefrorenen Kern gibt. In diesem Fall sollte er die letzten Stunden bei Zimmertemperatur auf seinen Einsatz warten.

Kleine Teigreste kannst Du auch direkt mit in den nächsten Teig mixen und so den Sauerteigcharakter noch mehr herauskitzeln. Die Teigschüssel kann in diesem Fall ohne Reinigung direkt wieder verwendet werden. Gib zuerst das Wasser in die Teigschüssel und schabe alle Teigreste vom Schüsselrand und -boden. Nun kommen Hefe, Salz und Öl dazu und alles wird mit einem Stabmixer oder Schneebesen miteinander vermischt. Zum Schluss gibst Du noch das Mehl und eventuell gewünschte Extra-Zutaten hinzu und rührst mit Gabel oder Spatel wieder alles zu einem glatten Teig. Und schon bist Du bereit für einen Neustart.

Keine Angst vorm Ausprobieren!

Wenn Du bisher schlechte Erfahrungen mit selbstgebackenem Brot gemacht hast und Brötchen selbst gemacht immer zu fest oder zu trocken waren, dann musst Du unbedingt diese Methode ausprobieren! Du wirst nicht nur staunen, mit wie wenig Aufwand Du Dein eigenes Brot ganz nebenbei selber backen kannst. Das unglaublich leckere, lockere, luftige Resultat wird Dich mit seinem geschmacklichem Tiefgang begeistern. Starte mit dem Grundrezept und schon bald wirst Du mit Abwandlungen und all den vielen Möglichkeiten experimentieren – garantiert!

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Frisch gebackene Baguettestangen auf Backpapier. Text:"Die besten Tipps & Tricks - Brot & Brötchen mit 5 Minuten Aufwand backen"
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Jessi

Monday 31st of August 2020

Hallo, bin durch Zufall auf Deine Seite gestoßen. Habe auch direkt dein Rezept mit dem Kühlschrankteig am Freitag umgesetzt. Hatte leider nur frische Hefe, und habe etwas Zucker in den Teig gegeben, praktisch als Futter. Die Verarbeitung des Teiges war schwierig, da ich den Teig halb mit 550 er Weizen und 630er Dinkel gemacht habe. Wie du erraten kannst war er sehr klebrig, was ich aber kenne. Die Brötchen am nächsten Tag zu Backen war nicht so schwer, auch das schleifen war recht leicht. Der Geschmack war unglaublich lecker, auch wenn sie eher kleinen Broten glichen, schmunzel. Heute wollte ich den Restteig aus dem Kühlschrank nutzen um Brot zu backen, aber er roch stark gegohren. Hatte viele Blasen und es hatte sich Flüssigkeit oben abgesetzt. Habe ich etwas falsch gemacht? Habe mich an deine Anleitung gehalten, nur im Kühlschrank wusste ich nicht ob der Deckel locker aufliegen soll auf der Schüssel oder fest angedrückt wird, ich hatte sie fest zu gemacht. Hilfe....

Frank

Monday 2nd of December 2019

Hallo Heidi, ich habe die hier vorgestellten Vorabendbrötchen ein paar Mal gemacht und sie sind nach dem Backen wunderbar. Aber am nächsten Tag sind sie etwas gummihaft, sodass man sie nochmals kurz auf dem Toaster aufbacken muss, dann geht's. Ist das allgemein so bei den Brötchen? Gruß Frank.

Heidi Rabbach

Thursday 5th of December 2019

Hallo Frank, danke für die Rückfrage. Das leicht gummihafte am nächsten Tag ist mir auch schon aufgefallen. Ich muss das nochmal genauer beobachten, doch meine Vermutung ist: Wenn der Teig etwas zu feucht war, ist es ausgeprägter. Ich behalte das aber nochmal im Auge, um herauszufinden, warum es manchmal mehr und manchmal weniger so ist. Bis dahin ist Deine Toastermethode eine gute Variante! Liebe Grüße, Heidi

Uta

Sunday 27th of October 2019

Liebe Heidi, seit Jahren backe ich hin und wieder Brot und bin damit immer lange beschäftigt, insb. da ich viele verschiedene Gewürze, Mehle und Zutaten wie Möhren etc. hinzunehme. Aus diesem Grund ist meine Liebe zum Backen auch etwas dahin geschmolzen.

Die schnellen Brötchen von dir sind einfach der Hammer, leicht zu machen und so lecker. Congratulations! Jetzt ist meine Backleidenschaft wieder angefacht. Vielen Dank!

Hast du vielleicht mit der Methode auch ein leichtes Rezept für Baguette für deine Fangemeinde? Lieber Gruss, Uta

Heidi Rabbach

Thursday 14th of November 2019

Liebe Uta, So ähnlich ging es mir auch, bis ich den Kühlschrankteig entdeckt habe, deshalb kann ich Dich verstehen! Im meinem digitalen Backbuch zum Kühlschrankteig findest Du neben einem Baguette-Rezept noch viele weitere Grundrezepte, unter anderem auch mit Gemüse angereichert. Vielleicht wäre das ja was? Ganz liebe Grüße und viel Spaß beim Experimentieren! Heidi

Caro

Wednesday 8th of May 2019

Hallo, Mein Ofen kann bei Umluft maximal nur 190grad. Kann ich die Brötchen auch mit Ober- und unterhitze backen? Und wie mach ich das dann mit der Wasserschale?

Heidi Rabbach

Wednesday 8th of May 2019

Hallo Caro, das ist eine gute Frage! Ich würde an Deiner Stelle mal ausprobieren, wie sie luftiger werden und besser aufgehen. Hast Du vielleicht eine Pizzastufe? Die könnte auch einen Versuch wert sein. O/U-Hitze geht auch, allerdings gehen dabei die Brötchen nicht so schön auf. Wasserschale würde ich dann eine möglichst kleine nehmen oder auf Eiswürfel ausweichen. Die können einfach unten reingeworfen werden und verdampfen dann direkt. Ich hoffe das hilft Dir! Lass mich gern wissen, welche Einstellung die besten Ergebnisse für Dich gebracht hat :) Liebe Grüße, Heidi

Edeltraut

Thursday 31st of January 2019

Ich habe schon ein paar mal versucht, Brötchen zu backen. Habe eien Gasofen.Die Brötchen waren immer ziemlich hart von außen, vor allem von unten,fast ungeniesbar. Ich war jetzt so neugierig und habe heute ,bzw. gestern Abend, deine Brötchen mit der Umluft gebacken, habe Dinkelmehl 630 genommen. Wir sind begeistert. Nun wird natürlich noch das Brot ausprobiert. Danke für das tolle Rezept.

Heidi Rabbach

Friday 1st of February 2019

Liebe Edeltraud, Das freut mich riesig! Danke, dass Du Dir die Zeit für eine Rückmeldung genommen hast. Liebe Grüße, Heidi

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